Eigenheimförderung durch die Riester Rente

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Die Eigenheimförderung


Wer ein Eigenheim - egal, ob Haus oder Wohnung - baut oder kauft, kann sich dafür in begrenztem Umfang Geld seiner privaten Vorsorge nach den Riester Produkten ausleihen, mindestens 10.000, höchstens 50.000 Euro. Voraussetzung ist natürlich, dass dieses Geld erst einmal in einem Förderrenten-Vertrag angespart worden ist.

Das heißt, diese Immobilienförderung kann in der Praxis erst in einigen Jahren oder besser Jahrzehnten in Anspruch genommen werden. Dann können Sie die Entnahme des Geldes drei Monate im Voraus beantragen. Dieses Eigendarlehen muss bis zum Eintritt in den Ruhestand in gleichen monatlichen Raten zinsfrei zurückgezahlt werden. Die Rückzahlung muss zwei Jahre nach Erwerb des Eigenheims beginnen. Sonderzahlungen sind möglich. Wer mehr als zwölf Monate in Verzug gerät, muss alle Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Vermietete Immobilien, Umschuldungen oder Modernisierungen werden nicht gefördert. Wird das Eigenheim verkauft oder vermietet, müssen Zulagen und Steuererleichterungen ebenfalls anteilig zurückgezahlt werden. Es sei denn, der Verkaufserlös wird erneut in ein Eigenheim gesteckt oder der Rest des zurückzuzahlenden Eigendarlehens wird vollständig in einen Riester-Vertrag gezahlt. Eine solche Entnahme zur Eigenheimfinanzierung ist nur bei privat abgeschlossenen Förderverträgen möglich, nicht bei betrieblich vereinbarten Verträgen.

Kritiker monieren, dass Arbeitnehmer, die ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung gebaut oder gekauft und dazu Kredite aufgenommen haben, durch diese Konstruktion dreifach belastet werden. Erstens müsse der Hypothekenkredit an die Bank zurückgezahlt werden, zweitens das Eigendarlehen an das private Vorsorgekonto und drittens müsse die private Vorsorge weiter bedient werden. Auf der anderen Seite ist der Wert eines zinsfreien Darlehens, das die Verbindlichkeiten gegenüber der Bank verringert, nicht zu unterschätzen.

Außerdem fließt je nach Familienstand ein nicht unerheblicher Teil Zulagen und Steuerersparnis in die Finanzierung des Eigenheims ein. Und dann gibt es im Alter immer noch eine Riester-Rente dazu. Letztlich muss daran erinnert werden, dass die Förderung von Immobilien erst nachträglich aufgrund von parteipolitischen Drucks in die Rentenreform 2001 mit aufgenommen wurde. Die direkte Förderung des Eigenheimbaus konnte nicht durchgesetzt werden. Theoretisch kann die Eigenheimförderung nach Riester auch über ein so genanntes Verzehrmodell (Reverse Mortgage) laufen. So etwas wird aber bisher nicht angeboten. Im Verzehr- oder auch Entsparmodell kauft die Bank die Immobilie, der Verkäufer bleibt mietfrei darin wohnen und erhält statt eines Kaufpreises von der Bank eine lebenslange Rente gezahlt.